BEANTRAGTE PROJEKTE DER LAG HARZ

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Für 2017 wurden 13 Projekte beantragt. Die folgende Übersicht informiert über die bestätigten Vorhaben.

Sanierung des alten Waschhauses und Ausbau der Ferienwohnung in Abbenrorde – 2. Bauabschnitt der Abbotheke

Nachdem im Jahr 2016 die Dächer und Fassaden des Wohn- und Geschäftshauses sowie der Scheune saniert wurden, konnte der Dorfladen „Abbotheke“ am 23.08.2016 planmäßig seinen Betrieb im Hof Wrackmeyer in Abbenrode aufnehmen. Im Gesamtkonzept des Ladens ist die Bewirtschaftung eines Hofcafés vorgesehen, für die jedoch erst die Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist dabei die Sanierung des alten Waschhaueses für eine Gästetoilette. Weiterhin ist im Wohn- und Geschäftshaus der Ausbau einer Ferienwohnung geplant. Mit der Maßnahme kann der ortsbildprägende Charakter des Hofes erhalten sowie die touristische Aktivität des Dorfes gesteigert werden.

Einbau einer barrierefreien WC-Anlage im Museumshof „Ernst Koch“ in Silstedt

Der Museumshof „Ernst Koch“ in Silstedt, gegründet 1995, ist ein landwirtschaftliches Museum, das sich der ländlichen Tradition, der Kultur sowie den Lebens-, Arbeits- und Wohnbedingungen auf dem Land widmet. Das Museum befindet sich in einem geschlossenen Ensemble und kann auf eine 350-jährige Geschichte zurückblicken. Dem Förderverein Museumshof Ernst Koch ist es gelungen, den Museumshof zum gesellschaftlichen Mittelpunkt von Silstedt auszubauen. Aufgrund der verstärkten Veranstaltungstätigkeit haben sich in den letzten Jahren zunehmend die Anzahl und der Zustand der Toiletten als Problem herausgestellt. Diesbezüglich ist der Neubau einer barrierefreien und normgerechten Toilettenanlage mit Damen- und Herrenbereich geplant.

Landmarkt Veckenstedt – Sanierung und Wiedereröffnung als Landmarkt sowie Aufbau und Coaching eines regionalen Netzwerkes für die nachhaltige Sicherung des Landmarktes

Im August 2016 hat die Kaufhalle in Veckenstedt aufgrund mangelnder Umsätze geschlossen. Um die Daseinsvorsorge zu sichern und eine Einkaufsmöglichkeit in Veckensedt zu erhalten, haben Bürgerinnen und Bürger die Landmarktgenossenschaft Veckenstedt i.G. gegründet. Auf diesem Weg sind die Sanierung des Gebäudes der geschlossenen Kaufhalle und die anschließende Wiedereröffnung als Landmarkt geplant. Das Angebot soll zukünftig Waren des täglichen Bedarfs, ein erweitertes Getränkeangebot, eine Paket- und Poststelle, einen Geldautomaten sowie eine Milchtankstelle umfassen. Das Gebäude soll barrierefrei erschlossen werden und Parkmöglichkeiten erhalten.

An die Sanierung des Gebäudes schließt sich ein weiteres Projekt an, welches jedoch separat aus einem andern EU-Fonds gefördert werden soll. Um langfristig mit dem Konzept des Landmarktes Erfolg zu haben, setzt die Landmarktgenossenschaft auf ein starkes regionales Netzwerk. Dessen Aufbau und Entwicklung benötigt ein kompetentes Coaching zu Themen wie Sortiment, Einkauf und Marketing. Dafür werden Mittel des Europäischen Sozialfonds beantragt.

Sanierung des Waldseebades in Hasselfelde

Das Waldseebad Hasselfelde feierte 2016 sein 90jähriges Bestehen. Anfang der 90er Jahre wurden umfangreiche Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Eine vollständige Sanierung war jedoch aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel nicht möglich, sodass weitere dringende Arbeiten zur Sicherung der Nutzungsfähigkeit durchzuführen sind. In einem ersten Bauabschnitt ist daher die Erneuerung der Bodenplatte im Nichtschwimmerbecken in Verbindung mit einer Natursteinwandsanierung im betreffenden Bereich sowie die Schaffung einer unfallfreien Grenzbarriere zum angrenzenden Schwimmerbereich geplant. Mit den Sanierungsmaßnahmen sollen die Nutzungseinschränkungen abgebaut und die Attraktivität des Freibades gesteigert werden.

Energetische Sanierung eines Fachwerkhauses in Veckenstedt

Das Einfamilienhaus in Fachwerkbauweise stammt aus dem Jahr 1764. Die letzten großen Sanierungsmaßnahmen wurden in den 20er Jahren vorgenommen. Aufsteigende Feuchtigkeit sowie Setzungserscheinungen der Fundamente erfordern Handlungsbedarf. Um die historische Bausubstanz zu erhalten, ist die vollständige energetische und bauliche Sanierung des Fachwerkhauses geplant. Für die Sanierungsmaßnahmen sollen alte Baustoffe und Holz aus der Region verwendet sowie mit Gewerken aus dem Umland zusammengearbeitet werden.

Qualitative Aufwertung von Geopunkten im Gebiet der Landmarke 8

Der „UNESCO Global Geopark Harz × Braunschweiger Land × Ostfalen“ hat als einer der weltweit größten Geoparks eine Vielfalt an geologischen Besonderheiten zu bieten. Erd- und kulturgeschichtlich spannende Ziele sind als Geopunkte im System der Landmarken des Geoparks integriert. So soll die Geologie der Harzregion erlebbar und verständlich gemacht werden. Um vor Ort qualitativ hochwertige Informationen anzubieten, sollen die Geopunkte mit Informationstafeln ausgestattet werden. Das zur Landmarke 8 gehörende Faltblatt soll in der deutschen, englischen und niederländischen Version neu angefertigt werden. Zudem ist eine Übersetzung des Faltblatts in die französische und dänische Sprache geplant.

Erneuerung der Flügel und Außenbebretterung der Windmühle in Danstedt

Die aus dem Jahr 1835 stammende Bockwindmühle wurde in den Jahren 1984 bis 1989 rekonstruiert. Der Mühlenverein Danstedt nahm sich die Pflege und Erhaltung der unter Denkmalschutz stehenden Mühle als Wahrzeichen des Ortes an. Die Flügel sind trotz des Einsatzes von Lärchen- und Eichenholz so stark verwittert, das sie instabil und brüchig geworden sind. Die Mühle ist ein ortsbildprägendes Denkmal, welches von vielen Vereinen, Schulen und Kitas sowohl aus der Region als auch von überregional für Exkursionen genutzt wird. Der Erhalt der Mühle soll durch die Erneuerung der Flügel und der Außenbebretterung gesichert werden.

Sanierung einer Scheune in Benzingerode

Eine Familie aus Benzingerode hat 2016 das Wohnhaus ihres Hofes saniert, um es als Einfamilienhaus zu nutzen. Die dazugehörige Scheune soll ihre Funktion als Stall, Werkstatt und Abstellfläche sowie Nahrungs- und Futterlager behalten. Um die Scheune langfristig erhalten zu können, sind Sanierungen im Dach- und Fassadenbereich notwendig. Die Familie möchte ein gesundes Wohnumfeld schaffen, den Kindern ein naturnahes Aufwachsen ermöglichen und an den Werten einer kleinen Gemeinde teilhaben. Die Sanierungsmaßnahmen ermöglichen den Erhalt der ortstypischen Hofanlage und tragen zur Belebung und Aufwertung des Ortskerns bei.

Revitalisierung des Mühlengrabens im Kloster Drübeck

Nachdem 2016 mit dem Vorhaben ‚Umbau des Brauhauses zum Infopunkt‘ begonnen werden konnte, wurde während der Beräumung des Mühlengrabens zur Wiederherstellung des Grundwasserabflusses ein vollständig noch vorhandener unterirdischer Wasserlauf aufgefunden. Trotz der trockenen Witterung speist die Quelle den Mühlgraben ergiebig. Jedoch ist das Mauerwerk in einem desolaten Zustand, sodass neben der bereits erforderlichen Notsicherung weitere Instandsetzungsmaßnahmen notwendig sind. Mit der Neugestaltung des Auslaufes in den Mühlengraben sowie der Schaffung einer Rückhaltung des Quellwassers, soll zum einen die ressourcenschonende Nutzung des Wassers für die Bewässerung der Gartenanlage ermöglicht werden und zum anderen mit der Erlebbarmachung des Quellwassers eine weitere touristische Attraktion des Natur- und Gesundheitstourismus in der Region entstehen.

Teilsanierung der Alten Schule in Drübeck

Das alte Schulgebäude im Ortskern von Drübeck diente in den vergangenen Jahren als Sportraum für die Kindertagesstätte und wurde nach deren Umzug aufgegeben. Zurzeit wird der Raum von Freizeitsportgruppen genutzt. Gerade der Innenraum ist in einem sehr schlechten, nicht mehr zeitgemäßen Zustand, was eine Teilsanierung des Gebäudes erfordert. Unter Einbeziehung der Dorfgemeinschaft wurde eine Projektidee entwickelt, die eine multifunktionale Nutzung ermöglicht und weitere Angebote im Dorf schafft. Die Gestaltung des Sportraumes soll zeitgemäß und sicherheitsrelevant verbessert werden, um das Sporttreiben attraktiv zu gestalten. Der Nutzerkreis kann damit erweitert werden. Durch die zusätzlichen Angebote kann die Dorfgemeinschaft belebt und gefördert werden.

Sanierung einer Scheune für Kreativangebote in Stapelburg

Um eine Galerie und einen Raum für Kreativangebote und Workshops anbieten zu können, soll eine landwirtschaftliche Scheune mit angrenzender Garage in Stapelburg saniert und ausgebaut werden. Dafür sind unter anderem die Neueindeckung des Daches, der Innenausbau sowie die Erneuerung der Mauer notwendig. Auf dem geplanten Freizeitareal sollen Projektarbeiten mit Schulen und Kindereinrichtungen unter einem Dach durchgeführt werden, die historische Traditionen und altes Handwerk wieder aufleben lassen. Mit der Sanierung der Scheune wird ein ortsbildprägendes Gebäude erhalten. Weiterhin trägt das Angebot im kreativen Bereich zur Förderung und Stärkung der Gemeinschaft im ländlichen Raum bei.

Abstrahlung der Sandsteinfassade und Erneuerung der Beschilderung an der Hermannshöhle in Rübeland

Die Hermannshöhle in Rübeland geht als erste Schauhöhle mit Elektrifizierung in die Geschichte ein. Ihre Entdeckung jährt sich 2016 zum 150. Mal. Zudem wurde 2016 festgestellt, dass die in der Höhle lebenden Grottenolme Nachwuchs erwarten und damit die einzige Population in Deutschland und das nördlichste Vorkommen Europas sind. Die Baumaßnahmen der vergangenen Jahre im Bereich des Straßen-, Brücken- und Uferbaus beanspruchten verstärkt die ohnehin schon reparaturbedürftige Natursteinfassade. Mittels Sandstrahlverfahren soll die Fassade nun überarbeitet und lose, bzw. bereits ausgebrochene Fugen erneuert werden, wodurch die ortsbildprägende Fassade instandgesetzt und aufgewertet wird. Zusätzlich soll die Beschilderung der Hermannshöhle und die Beleuchtung mit LED erneuert werden, um dem Fledermausschutz gerecht zu werden und Energie nachhaltig einzusparen. Mit den geplanten Maßnahmen werden Verbesserungen der Bausubstanz an der historischen, denkmalgeschützten Fassade, Kosteneinsparungen im Stromverbrauch sowie eine freundlichere Außenwahrnehmung des Ortsbildes angestrebt.